Donnerstag, 12. November 2015

Glühwürmchen Höhle, Naturbrücke und noch n Wasserfall

Sechs weitere Tage arbeiten rum, heißt wieder einen Tag reisen :) Diesmal geht´s zu den rund 120km von Raglan entfernten Waitomo Caves. Da wir auch nur diesen einen Tag Zeit haben, machen Kris und ich uns gleich nach dem Frühstück auf zum Raglan Infocenter. Dort holen wir uns Informationen darüber, was es denn sonst noch interessantes auf unserem Weg zu den Höhlen zu sehen gibt.

Die Maori Frau die im Infocenter arbeitet versteht nicht ganz, was wir denn von ihr wollen, und versucht uns eher eine genaue Wegbeschreibung zu den Caves zu geben, anstatt Infos über andere Gegebenheiten. Navigationsgeräte sind hier wohl noch nicht so üblich....sie zeichnet uns nämlich auf einer Karte den Weg ein, den wir fahren sollen :D Zur Sicherheit ziehe ich mir dann zuhause doch noch schnell eine offline Navigations Karte runter, damit wir nicht im Djungel verloren gehen :P

Also dann...Musik an, Fenster runter und los geht´s :D
Die Straße die zu den Caves führt, scheint direkt in den Dschungel zu führen. An ihrem Anfang steht auch noch ein großes Warnschild: No Petrol-Station for over 200km
Sozusagen hier geht´s direkt zum A**** der Welt und wenn du nicht genug getankt hast dann läufst de halt :P
Zum Glück war ich die Woche nicht so faul und bin jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit gefahren, sondern schön brav gelaufen. weshalb mein Tank noch ordentlich voll ist ;P Dank dessen erreichen wir unser Ziel wie geplant und müssen auch nicht vor der Weiterfahrt fürchten.

Uns wird schnell klar, dass die Waitomo Caves ein klassisches Touri Ziel sind. In einem eigenen Infocenter des Mini-Orts, kaufen wir die Karten und machen auf dem Parkplatz erstmal Brotzeit.
Meinem kanadischen Bro bringe ich beim Essen weitere alltägliche deutsche Wörter bei, die er nächstes Jahr sicherlich brauchen wird, wenn er mich zum Oktoberfest besuchen kommt ;D

Am Eingang der Höhlen wartete schon eine ganze Gruppe Menschen. Vor wir uns aber zu den Wartenden gesellen konnten wurden wir von einer Frau mit Kamera zur Seite gewunken...Sie wollte ein Foto von uns machen^^ Für ein Fotoshooting hatte ich mich eigentlich nicht beworben :P Wie sich herausstellte war das Bild dafür da, dass wenn wir in den Höhlen verloren gehen sollten, eine Vermisstenanzeige mit Bild an alle Höhenbewohner geschickt werden konnte :P

Als das dann erledigt war wurden wir von unserem persönlichen Höhlenguide abgeholt und die Führung began.
In den Caves selbst durften leider keine Fotos gemacht werden, weshalb ich da etwas eure Fantasie fordern muss ;) In den Höhlen gab es Stalagmiten und Stalagtiten, was aber bestimmt die meisten kennen, also nichts besonderes was ich mit Bildern belegen müsste ;)
Eine bedeutend schönere Sache war die Fahrt mit einem Boot durch die eigentliche Glühwürmchen Höhle selbst. Mit einer kleinen Nussschale fuhren wir durch die, an sich  komplett dunkle Höhle, die aber von Millionen und aber Millionen Glühwürmchen etwas erhellt wurde. Auf dem unterirdischen See war komplette Stille. Jeder hielt den Atem an und bestaunte das Schauspiel, das sich an der Höhlendecke bot, die nur etwa zwei Meter entfernt war. Die kleinen grünen Lichtpunkte über unseren Köpfen waren also fast zum Greifen nah. Der Moment war viel zu schnell vorbei, denn plötzlich kam vom Höhlenausgang her wieder Licht ins Dunkel. Von dort aus durften wir dann auch noch ein paar Bilder schießen, auf denen aber von Glühwürmchen leider nichts mehr zu sehen ist...

Nachdem sich unsere Augen wieder ans Licht gewöhnt hatten, fuhren wir dann weiter in die Tiefen des Dschungels hinein um noch etwas zu entdecken. Unser eigentliches Ziel waren die Marokopa Falls.
Auf dem extrem kurvigen Weg weiter ins Urwaldinnere, vermisse ich mein Motorrad. Die meisten Straßen hier wären perfekt zum krusen. Nirgends 100 Meter Straße gradeaus :P

Am Wegesrand ist eine Sehenswürdigkeit namens "Natural Bridge" angeschrieben, und wir entscheiden uns kurzerhand anzuhalten und das auszukundschaften :)
Wie sich schnell herausstellt, ein wunderschönes Fleckchen im Nichts, umgeben von Urwald :D

Ein kleiner Fluss schlängelte sich durch das Unterholz

Dieser floss dann durch einen art Bogen, der die natural bridge bildete. Innerhalb des Bogens sahen wir zum zweiten Mal an diesem Tag Stalagtiten von der Decke hängen. (auch davon keine Fotos, da zu klein und zu weit weg)

Dafür mehr Blödsinn von uns :P

Den Platz an der Höhlenwand musste ich mir schwer mit allerlei Kriechzeug erkämpfen :D

Hinter der natural Bridge lag eine Kuhweide, auf der ich mich fast wie zuhause in den Alpen fühlte :D also gleich mal losklettern :D

Auf dem Rückweg zum Auto dann noch n bissl Kneipen im Fluss

Und als die Füße wieder trocken waren, weiter zu den geplanten Wasserfällen.
Die Marokopa Falls sind ohrenbetäubend laut und schon von weitem zu hören. Ein wunderbarer Anblick, noch unterstrichen von einem Regenbogen der ihnen zu Füßen liegt.

Um nicht wieder klitschnass, sondern braun zu werden gingen wir den Trip etwas leicht bekleidet an und ernteten dafür ein paar erstaunte Blicke :P Auch von weitem entfernt wurde man nämlich noch nass, was aber eine willkommene Abkühlung war :)

Ein weiteres mal naturgewaschen ging´s dann wieder nach Hause ins traute Raglan :)

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