Wir hatten uns eine 3-Tage, 2-Nächte offroad 4WD Jeep Tour auf Fraser gebucht. Von Noosa Heads fuhren wir deshalb morgens nach Hervey Bay, von wo aus der Trip starten würde.
Tag 1
Am Treffpunkt wurden wir von unserem Guide Matty begrüßt, welcher die Tour leiten würde. Da wir eine recht kleine Gruppe waren, würden wir mit nur zwei Geländewagen unterwegs sein. Das Leitfahrzeug würde Matty selbst fahren, das Folgefahrzeug durfte von eingeschulten Teilnehmern gefahren werden.Wir gingen noch Proviant und Bier einkaufen....
...dann ging's auch schon auf die Fähre.
Sogar ganze LKWs wurden mit verschifft.
Während der Überfahrt
...hatte ich das Glück zum ersten Mal Delfine zu sehen ♥
Auf der Insel angekommen wurde entladen. Die Leute schleppten hier alles mögliche mit her.
Dieser Wohnmobil-Alleskönner Hänger hatte mich auf Facebook schon fasziniert :D
...und dann ging's los durch den Wald. Vor uns fuhr ein ganzer Bus^^
Plötzlich bremste Matty und hielt an. Ein Leguan latschte gemütlich über die Straße^^
Die Wege waren so eingefahren, dass man mit genügend Bodenfreiheit freihändig fahren konnte^^
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Nachdem wir den Wald durchquert hatten kamen wir an den Strand.
Wir fuhren mit guten 80-100 Sachen die Küste entlang. Es waren auch tatsächlich am Waldrand 80er Schilder aufgestellt ;D
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Dann bremste Matty wieder. Am Waldrand waren zwei Dingos aufgetaucht. Sie leben auf der Insel und sind eigentlich Menschenscheu. Das Pärchen, welches nun munter an der "Küstenstraße" entlang lief, hatte aber Ohrmarken und war dadurch gekennzeichnet, dass es an Menschen gewöhnt und meist ungefährlich sei. Da Dingos aber immernoch Wildtiere waren, seien sie mit Vorsicht zu genießen. Mit einer Spitzengeschwinigkeit von 62km/h können ihnen neben Wallaby (kleines Kangaroo) und anderen Wildtieren auch Menschen Opfer fallen. Die Geschwindigkeit erreichen die Dingos auch nicht nur auf freier Fläche, sondern auch durch's Unterholz. Ein Entkommen ist daher schlecht möglich. Auch auf Bäume zu klettern bringt nichts, die Dingos klettern auch senkrecht Stämme hoch. Sie haben Gentechnisch nichts mit Hunden oder Wölfen zu tun, sondern sind eine komplett unabhängige Rasse. Kurz gesagt...Killermaschinen!!
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Nach kurzer Weiterfahrt erreichten wir dann das Camp und unsere kleine Unterkunft. Wir luden alles aus und richteten uns ein.
Nach einem kurzen Mittagessen ging's dann gleich wieder los.
Wir fuhren zurück an den Strand, da bekam Matty über das Funkgerät vom anderen Fahrzeug mitgeteilt, dass etwas nicht stimmte.... Die Lenkung fühle sich komisch an. Nach einer Weile bemerkten wir dass aus dem Radkasten des anderen Fahrzeugs Rauch qualmte...
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Wir hielten an...
...und es wurde recht schnell klar wo der Rauch herkam, und dass eine Weiterfahrt mit dem Jeep nicht möglich war.
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Das ganze Rad nur noch über zwei der sechs Schrauben fixiert und wäre sicher die nächsten paar Kilometer abgefallen... Gott weiß was dann passiert wäre!
Während Matty und einer der Fahrer des anderen Autos zur Fähre zurückheizten, sollten wir uns am Strand beschäftigen.
Wir gingen also eine Runde schwimmen im herrlich warmen Meer. Wir waren gerade wieder am rausgehen, als eines der Mädchen panisch auf mich zugeschwommen kam und mir etwas zurief. Erst als sie näher kam verstand ich es....Quallen. Sie hatte sich verbrannt und hatte solche Schmerzen, dass sie schier nicht schwimmen konnte. Ich packte sie also so gut es ging unter den Arm und schwamm mit ihr nach draußen, während ich die anderen rausschäuchte.
Am Strand lagen überall tote der blauen Quallen welche Adeline erwischt hatten.
Auch diese Qualle lag im seichten Wasser, wollte ich auch nicht wirklich anfassen....
Da ich Adeline beim Rausziehen angefasst hatte, brannte mein Arm und meine Seite auch. Sie hatte es jedoch wesentlich schlimmer erwischt, weshalb wir versuchten die Brandwunde so gut es ging auszuwaschen und dann zu wärmen. (Bei Quallenverbrennungen hilft etwas heißes auf die Wunde zu legen...oder wenn man wie wir nichts hat, sich auf warme Steine legen)
Wir blieben jetzt also vom Wasser weg und spielten lieber Ball und Rugby am Stand.
Leider waren die Sandfliegen und Rossbremsen (oder so was ähnliches) extrem nervig, weshalb wir anfingen sie mit unseren Flip-Flops zu killen. Wir legten gleich ein ganzes Grab an... R.I.P
Der Strand wurde hier nicht nur als Straße, sondern auch als Start- und Landebahn für kleine Flugzeuge benutzt. Die Maschinen wurden für Rundflüge über die Insel verwendet.
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Als Matty und Kris dann nach einer gefühlten Ewigkeit mit dem Ersatzfahrzeug wiederkamen, war es schon fast dunkel. Wir fuhren also ans Camp zurück, kochten, aßen und gingen recht bald totmüde ins Bett.
Tag 2
Am nächsten Morgen ging's nach kurzem Frühstück gleich weiter. Mir wurde die Milch auf eine Tasse pro Mahlzeit rationiert, da sonst am Ende nichts mehr für die anderen übrig sein würde. Ein Fehler, wie sich noch herrausstellen würde...Unser erstes Ziel war an jenem Tag "Indian Head".
Um dorthin zu gelangen, ging's mit den Toyota LandCruisern wieder vom Zentrum aus den Strand entlang nordwärts. Auf dem Weg passierten wir ein altes Schiffswrack, welches wir auf dem Rückweg besichtigen würden.
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Den Berg selbst stiefelten wir dann zu Fuß hoch, barfuß
Von oben hatte man dann einen Rundblick über Strand und Meer soweit das Auge reichte
Wieder hatten wir das Glück Delfine schwimmen zu sehen.
In Hinsicht Tierwelt hatten wir eh gute Karten erwischt, da es nicht üblich war dass man auf dem Trip Dingos, Echsen oder Delfine sah. Wir bekamen die volle Dröhnung :D
Dann ging es noch ein kleines Stück weiter nördlich, zu den Champagne Pools.
Sie lagen direkt am offenen Ozean und wurden immer wieder mit frischem Meerwasser bespühlt.
Da mein neues Handy wasserfest war, klemmte ich es mir zwischen die Zähne und hüpfte in den Naturswimmingpool :)
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Zusammen mit Maria setzte ich mich direkt an die Kante zwischen Meer und Pool und wartete auf die nächste große Welle, die wieder überschwappen würde.
Wir chillten noch etwas im Wasser...
....und dann im Sand am Strand :)
Nach dem Sonnenbad liefen wir wieder zu den Autos zurück, wobei alle die barfuß waren alle paar Meter anhalten und auf ihre Handtücher stehen mussten, da der Boden zu heiß zum laufen war. Die die Flip-Flops anhatten gaben je einen ab, und so hüpfte auch ich auf einem Bein zurück :P
Auf der Rückfahrt passierten wir zunächst die mehr oder weniger tollen Pancake Rocks (in Neuseeland würde ich noch wesendlich schönere zu sehen bekommen)
Dann ging es weiter zum Wrack der "SS Maheno", welches wir schon bei der Hinfahrt passiert hatten.
Das neuseeländische Hospizschiff...
...war 1935 auf einer Fahrt zwischen Australien und Neuseeland während eines Sturms dort an Land gedrückt worden und gestrandet. Da es so im Sand feststeckte, dass man es nicht mehr herausziehen konnte, beließ man das Linienschiff dort.
Wir streunten zunächst ein wenig um das Schiff herum, welches halb im Wasser lag
Es war verboten das Wrack zu berühren. Konnte bis zu $10.000 Strafe kosten. Das sagten mir meine Kollegen natürlich erst nachdem ich es halb umgelehnt hatte
Von hier starteten auch einige Cross Biker, für welche die ganze Insel ein riesiger Sandparkour war.
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Auf dem Rückweg zum Camp machten wir Stop an einem See, welcher von einem Wald aus Teebäumen umringt war. Bei Regen werden die Teebaumblätter in den See gespühlt, was der ganzen Umgebung einen wunderbaren Geruch verleiht und das Wasser gelblich grün färbt.
Da das Ganze gut für die Haut und alles mögliche sein sollte, nahmen wir eine Testprobe..
Placebo Effekt oder nicht, es fühlte sich gut an :)
Dann ging's zurück zum Camp, wo wir schon von Besuch erwartet wurden. Dieser Waran flüchtete schleunigst auf den nächstgelegenen Baum:
Die anderen durch den Garten zum Nachbarn
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Abends gingen wir nochmals an den Strand um einen der schönsten Abendhimmel zu bewundern die ich je gesehen hatte.
Ein himmlisches Panorama von Horizont zu Horizont ♥
Im Camp tranken wir dann noch n paar Bier...
und genossen die Tanzvorstellung der Mädels ;D
Tag 3
Beim Frühstück trank ich wieder meine genehmigte Ration Milch, wobei noch über sechs Liter übrig waren^^ Matty genehmigte mir diesen Morgen also unlimited Genuss :DGestärkt ging es dann mit den Jeeps wieder quer über die Insel. Am Strand stoppten wir an einem Bachlauf, welcher ins Meer mündete. Wir folgten dem Bachbett Landeinwärts in den Wald hinein. Als der angelegte Pfad mitten im Busch endete, hüpften wir in das grüne Nass und schwammen zurück zum Bach.
Unser nächstes Ziel war Lake Mckenzie, der umgeben von Wald mitten auf Fraser lag.
Um dorthin zu gelangen ging die wilde Fahrt wieder am Strand entlang und durch den Urwald.
Durch den Wald: Link zum HQ Video
An die Küste: Link zum HQ Video
Der Beach war wie eine Autobahn: Link zum HQ Video
Einnmal schanzte Matty mit seinem Wagen so über einen Hügel, dass der ganze Jeep ein paar Meter flog und und ich mir halb den Arm brach weil ich mein Handy zum filmen aus dem Fenster hielt^^
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Die restliche Fahrt war mehr oder weniger human und wir hatten Spaß im Auto
Lake Mckenzie sieht auf dem Luftbild recht normal aus, als wäre es dunkelblaues Wasser im Wald mit ein wenig Sandstrand.
Als wir aber durch den Wald zum Ufer liefen, erwartete uns das Paradies wie man es in Deutschland nur aus der Werbung oder Filmen kennt ♥
Handtuch über die Schulter und los
Strahlend weißer Sandstrand und türkises Wasser mit der dunklen Abstufung an der Stelle an der es tief wurde
Rein ins kühle Nass
Wieder bisschen Rugby spielen mit den Jungs...
...während am Ufer die Wale strandeten :P
Adele, welche sonst immer überall ihre Yoga posen machte, tricksten wir diesmal aus. Wir machten ab, alle eine Pose zu machen und stellten sie für das Foto nach vorn, wo sie es nicht sehen konnte ;D
We love Yoga:
Das Ende nahte und auf dem Weg zurück zur Fähre machten wir noch einen Lunch Stop im Wald. Jeder wickelte sich einen Wrap und dann machten wir noch einen letzten Spaziergang durch den Wald an einem Bach entlang, der laut Matty eines der klarsten Wasser der Welt führte.
Das Wasser das wir im Bach fließen sahen, war vor mehr als 80 Jahren vom Himmel gefallen. Da der Untergrund so dicht ist, braucht es acht Jahrzehnte, bis das Wasser von der Oberfläche so weit sickert, dass es über den Bachlauf wieder ins Meer geleitet wird.
Ein Wels schwamm gemütlich durch das klare Wasser
Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir dann die Fähre
Wir schipperten los und die Sonne verabschiedete uns am Horizont
Die Überfahrt war bald beendet...
Am liebsten hätte ich dieses Baby mitgenommen...
Aber ich entschied mich dann doch für den Camper, weil auf dem Tank wollte ich dann doch nicht die Nacht verbringen.





























































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