Samstag, 5. Dezember 2015

Mammutbäume - Vollpfosten im Wald

Unser heutiges Ziel stand irgendwo mitten im Urwald. Um dorthin zu gelangen, mussten wir ein um's andere mal einen schotterpistenmäßigen Highway fahren :P

Das Navi lotste uns dann vom Highway weg, tiefer in den Wald hinein auf ein Rohdungsgebiet. Wir fühlten uns schon wie Hänsel und Gretel, nur dass wir Reifenspuren anstatt Brotkrumen hinterließen :P Das Gelände durfte eigentlich nur von Forstfahrzeugen befahren werden, aber wir hatten ja ein geländetaugliches Auto :P

Zwischendurch verjagten wir noch ein paar Schafe von der Fahrbahn :P

Der Weg führte in ein schönes, verlassenes Tal hinunter, durch das sich ein Fluss schlängelte. Unten am Flusslauf angekommen, bot sich uns ein enttäuschender Anblick...eine Schranke kurz vor der Brücke :S Da diese aber nicht abgeschlossen war, wurde die Barriere kurzerhand durchbrochen :P

Nach einigen Kilometern Waldweg, kam dann aber die nächste Schranke :P Diesmal mit angebrachtem Schloss :S

Ich joggte einige Meter vorraus, um nachzusehen, ob die Mammutbäume schon in Sicht waren und es sich lohnen würde zu laufen. Laut Navi wären es noch sechs Kilometer zu Fuß. Bei der Hitze ein Todesmarsch :P Sebi lüftete solange schon mal das Auto :D

Ich war noch nicht weit gekommen, da vernahm ich in der Ferne ein fahrendes Auto, welches schnell näher zu kommen schien. Ich befürchtete einen Förster oder Holzfäller, welcher uns beim übergehen der Schranke und der Verbotsschilder beobachtet hatte :O
Ich sprintete also zum Auto zurück, aber zu spät....als ich die Schranke erreichte war das Auto schon fast da, also hieß es Ruhe bewahren.

Wir stellten uns ans Auto und mimten die dummen, nichtswissenden Touris.
Als das Auto an der Schranke hielt, stieg ein Maori aus. In der Hand eine Bierflasche, im Mund einen (dem Geruch nach zu urteilen) Joint :P Im Auto hatte er scheinbar die ganze Familie dabei. Frau und mehrere kleine Kinder^^

Er stieg aus und begrüßte uns, als wäre nichts ungewöhlich daran dass wir uns vor einer verschlossenen Schranke breit machten.... also fragten wir ihn nach den Mammutbäumen. Er lachte und meinte dass wir falsch gefahren wären. Hier wäre der einzige Platz, an dem man betrunken und bekifft autofahren könne und keine Polizei in der Nähe sei :P Nach Stimme, Geruch und den gefühlt fünf Minuten, die er brauchte um das Schloss der Schranke zu öffnen, hatte er auch nicht sein erstes Bier in der Hand :P

Er versuchte uns dann den Weg zu den Mammutbäumen zu beschreiben, was sich aber recht schwierig gestaltete....außer der groben Richtung in die er uns lotsen wollte, verstanden wir nur "Bahnhof" :P......er sah ein, dass er damit nicht weiterkommen würde, also versuchte er uns etwas Gras anzudrehen :P Da wir das aber dankend ablehnten, verabschiedete er sich und fuhr in einem Tempo davon, als sei er ein erprobter Rally Fahrer^^ Ich kam ihm jedenfalls nicht nach, ohne Gefahr zu laufen, mein Auto an einen Baum zu setzen, was ich tunlichst zu vermeiden suchte. Deshalb sahen wir bald nur noch aufgewirbelten Staub von ihm und setzten unsere Suche wieder auf eigene Faust fort.

Zurück auf der Hauptstraße, fuhren wir zum nächstgelegenen geteerten Highway und folgtem diesem ein wenig in südlicher Richtung, wie uns der Maori beschrieben hatte.
Schon nach einigen Kilometern kamen dann die ersten Schilder, die auf den Mammutwald hinwiesen^^ Also hatte uns der betrunkene, aber sehr freundliche Mann doch richtig gelotst :D

So erreichten wir dann doch noch den Parkplatz des Waldes, in dem die Kauri Bäume (Name der Mammutbäume) wuchsen. Zu Fuß machten wir uns auf in den Wald :) Der Waldboden selbst sollte nicht betreten werden, da die Wurzeln vieler Pflanzen nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche wuchsen und durch das ständige umhertrampeln von Touristen beschädigt werden könnten. Der Urwald wäre ohne Machete ohnehin nicht zu bewandern^^

Deshalb wurden solch hölzerne Pfade angelegt, auf denen man laufen durfte...

Über diese erreichten wir dann auch die ersten riesigen Mammutbäume :)
Gewaltige hölzerne Giganten, die in den Himmel ragten...
 

Um einen der teilweise über 50m hohen Bäume auf ein Bild zu bekommen, musste ich ein hochkantes Panoramafoto machen :P

Normalerweise sind die Riesenbäume "Einzelgänger". Hier haben sich aber vier Bäume der gleichen Art zusammengetan und sind im Verbund gewachsen.
Die "Four Sisters":

Da wir nicht im Wald übernachten wollten, machten wir uns wieder auf den Weg... :)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen